Eskimo Callboy

Eskimo Callboy beim Reload Festival 2015
Allgemeine Informationen
Herkunft Castrop-Rauxel, Deutschland
Genre(s) Metalcore, Trancecore, Post-Hardcore, Alternative Rock
Gründung 2010
Website eskimocallboy.com
Aktuelle Besetzung
Nico Sallach, „Nitro Nico“[1] (seit 2020)
Kevin Ratajczak, „Kung-Fu-Kevin“
Daniel „Danskimo“ Haniß
Pascal Schillo
Daniel Klossek
David Friedrich (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Michael „Micha“ Malitzki (2010–2012)
Sebastian „Sushi“ Biesler (bis 2020)

Eskimo Callboy ist eine 2010 gegründete deutsche Metalcore-/Trancecore-Band aus Castrop-Rauxel. Ihre Songs, Musikvideos und Live-Shows verfolgen oft einen komödiantischen Ansatz.

Geschichte

Eskimo Callboy beim Wacken Open Air 2016
Eskimo Callboy beim Wacken Open Air 2016

Eine erste EP wurde 2010 in Eigenregie veröffentlicht, später von Redfield Records wiederveröffentlicht. Die Band war Vorgruppe für Machinemade God, Papa Roach, Five Finger Death Punch, We Butter the Bread with Butter, Neaera, Callejon, Asking Alexandria, The Devil Wears Prada und mehrfach für His Statue Falls. Auf dem Feel the Pressure Festival in Wissen spielte die Gruppe zusammen mit Bakkushan, Ohrbooten und Cocoon. Des Weiteren war Eskimo Callboy auf mehreren Festivals zu sehen, 2011 spielten sie auf dem Mair1 Festival und dem Traffic Jam Open Air und tourten durch Deutschland und Österreich.

Das Debütalbum Bury Me in Vegas wurde 2012 veröffentlicht.[2] Im selben Jahr spielten sie auf dem Soundgarden Festival in Bad Nauheim, absolvierten eine Asien-Tour durch Japan, die Volksrepublik China und Russland und waren danach Support für Callejon auf deren Blitzkreuz-Tour.

2012 verließ Michael „Micha“ Malitzki die Band, neuer Schlagzeuger wurde David Friedrich.

2013 war die Gruppe mit Intohimo, Close to Home und The Browning auf Get Drunk or Fuck Off Euro Tour durch Europa. Im April 2013 war die Gruppe gemeinsam mit Kottonmouth Kings, Deuce (vormals Hollywood Undead), Dizzy Wright und Snow Tha Product in den Vereinigten Staaten zu sehen.[3] Es folgten Auftritte auf mehreren Festivals in Deutschland und in Japan.[4]

Am 13. September 2013 wurden Eskimo Callboy bei den Metal Hammer Awards in der Kategorie Up and Coming ausgezeichnet.[5]

2014 wurde das zweite Album We Are the Mess veröffentlicht. In Japan erschien das Album über Warner Music. In Deutschland stieg das Album auf Platz 8, in Österreich auf Platz 64 der offiziellen Longplay-Charts ein. Im Frühling 2014 tourte die Gruppe erneut durch Japan.[6] Das dritte Album Crystals erschien 2015. Im Jahr 2017 erschien das Album The Scene.

Am 1. November 2019 erschien mit Rehab (engl. etwa „Drogenentzug“) das fünfte Studioalbum von Eskimo Callboy.

Am 12. Februar 2020 gab die Band über ihre Social-Media-Auftritte bekannt, dass der bisherige Sänger Sebastian „Sushi“ Biesler nicht mehr weiter für die Band singen wird. Am gleichen Tag kündigte Biesler sein neues Projekt namens Ghostkid an.

Am 24. April 2020 gab Frontmann Kevin Ratajczak über YouTube bekannt, dass die Suche nach einem neuen Sänger abgeschlossen ist. Nach einer Bewerbungsphase folgte am 4. Juni 2020 ein Video mit der Bekanntgabe, dass Nico Sallach (ehemaliger Sänger der Band To the Rats and Wolves) neuer Frontsänger der Band wird. Am 18. Juni 2020 erschien mit der Single Hypa Hypa die erste Veröffentlichung mit Sallach.[7][8]

Ihre Tour Hypa Hypa European Tour 2022 kündigten sie am 14. Dezember 2020 an. 2021 gaben sie bekannt, dass One Morning Left Special Guest der Tour sein wird und Blind Channel der Support.

Am 6. Dezember 2021 machte die Band über YouTube bekannt, dass sie am Eurovision Song Contest 2022 in Turin für Deutschland teilnehmen will und reichte ihre aktuelle Single Pump it für den Vorentscheid ein.[9] Sie wurden von der Jury jedoch nicht zur Vorentscheidung Germany 12 Points ausgewählt.[10]

Stil

Der Musikstil der Band wird häufig als Trancecore eingeordnet. Als besondere Einflüsse nennt die Gruppe Bands wie Asking Alexandria und Attack Attack!. Bis zum Album Rehab (2019) wurde die Band dem Metalcore zugeordnet.[11]

Anders als bei vielen anderen Szene-Bands haben die Texte keine politkritischen Hintergründe. Die Texte handeln eher von Party, Sex und Alkoholexzessen.[12]

Mitglieder

Zeitstrahl

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
2012 Bury Me in Vegas
Redfield Records
Erstveröffentlichung: 23. März 2012
2014 We Are the Mess
Redfield Records
DE8
(1 Wo.)DE
AT64
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2014
2015 Crystals
Airforce1 Records (UMG)
DE6
(3 Wo.)DE
AT54
(1 Wo.)AT
CH70
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 20. März 2015
2017 The Scene
Century Media (Sony)
DE6
(3 Wo.)DE
AT14
(1 Wo.)AT
CH89
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. August 2017
2019 Rehab
Century Media (Sony)
DE16
(1 Wo.)DE
AT65
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 1. November 2019

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Eskimo Callboy auf Instagram: „meet our new iconic front duo: Kung-Fu-Kevin and Nitro Nico #EskimoCallboy #HypaHypa“. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  2. osnametal.de: Eskimo Callboy: Heute Veröffentlichung des neuen Albums (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  3. Marc Siekmann: Ruhr Nachrichten: Band aus Castrop-Rauxel tourt durch die USA
  4. Norddeutscher Rundfunk: ndr.de: Live on Stage - Eskimo Callboy (Memento vom 10. Juli 2013 im Internet Archive)
  5. Sebastian Kessler: Metal Hammer: Gewinner und erste Fotos der METAL HAMMER AWARDS 2013
  6. Frank Engelhardt: FUZE Magazin #44 (März/April 2014): Eskimo Callboy: Metal-Atzen, Seiten 22–23
  7. Credits / Hypa Hypa / Eskimo Callboy. In: listen.tidal.com. Abgerufen am 3. Juni 2021.
  8. laut.de-Biographie: Eskimo Callboy. In: laut.de. Abgerufen am 3. Juni 2021.
  9. ESKIMO CALLBOY FOR GERMANY - Eurovision Song Contest 2022. Abgerufen am 12. Dezember 2021.
  10. Eskimo Callboy nehmen es mit Humor bei esc-kompakt.de
  11. Stefan Frühauf: Eskimo Callboy - Rehab. In: DARK-FESTIVALS.DE. 28. Oktober 2019, abgerufen am 28. Februar 2020.
  12. Kai Butterweck: Laut.de: Bury Me in Vegas von Eskimo Callboy