Federico Luppi (* 23. Februar 1936 in Ramallo, Provinz Buenos Aires[1]; † 20. Oktober 2017 in Buenos Aires[2]) war ein argentinischer Film- und Theaterschauspieler. Ab Juni 2003 besaß er zusätzlich die spanische Staatsbürgerschaft.

Leben

Federico Luppi wurde als Sohn italienischer Einwanderer in Ramallo im Norden Argentiniens geboren.[1] Sein Filmdebüt gab Luppi 1964 in Rodolfo Kuhns Komödie Der Abgott. Der Film nahm am Wettbewerb der 15. Internationalen Filmfestspiele von Berlin teil. Wenige Jahre später stand Federico Luppi für Leonardo Favios Regiedebüt El romance del Aniceto y la Francisca vor der Kamera. Der mehrfach ausgezeichnete Film war bei Kritikern und Publikum sehr erfolgreich und machte seine Darsteller sowie den Regisseur über Nacht im ganzen Land bekannt.[3] Von da an gehörte Luppi zu den erfolgreichsten Schauspielern Argentiniens.[4] Er wurde vor allem als Darsteller in verschiedenen Horrorfilmen bekannt. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Zusammenarbeit mit Guillermo del Toro, für den er mehrfach vor der Kamera stand. 2005 gab der Schauspieler sein Regiedebüt mit dem Film Pasos, der die Geschichte dreier Ehepaare erzählt, gespielt von Alberto Jiménez, Ana Fernández, Eva Cobo, Susana Hornos, Ginés García Millán und Fabián Vena.[5]

Neben seiner Arbeit in der Filmindustrie trat Federico Luppi auch in Theaterproduktionen auf. Nach mehr als zehn Jahren Pause kehrte der Schauspieler im Jahr 2010 mit dem Stück El Guía del Hermitage von Herbert Morote auf die Bühne zurück und spielte am Teatro Oficial Juan de Vera in Corrientes.[6]

Rezeption

Federico Luppis Darstellung des schnauzbärtigen Antiquitätenhändlers in Cronos von Regisseur Guillermo del Toro wurde von Filmkritikern sehr positiv bewertet.[7] Auch seine Darstellung des Dr. Casares in der nächsten Zusammenarbeit mit dem Regisseur in The Devil’s Backbone wurde von Kritiker Ian Smith als „herzzerbrechend“ gelobt.[8] Federico Luppi zählte zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schauspielern Argentiniens. Auch international wurde seine Arbeit positiv anerkannt. Regisseur Diego Arsuaga zählte ihn zu den „Größten des argentinischen Kinos“.[9]

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. a b Biografía de Federico Luppi. Abgerufen am 14. September 2010 (spanisch): „Federico Luppi, de ancestros italianos, nació en Ramallo, en la provincia de Buenos Aires, en 1935“
  2. Murió Federico Luppi
  3. Spotlight on Federico Luppi. In: filmlinc.com. Archiviert vom Original am 14. Dezember 2010; abgerufen am 6. Dezember 2021 (englisch).
  4. Men With Guns: Section. In: sonypictures.com. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2012; abgerufen am 6. Dezember 2021 (englisch).
  5. Federico Luppi Pasos. In: www.lukor.com. Abgerufen am 13. September 2010 (spanisch).
  6. Federico Luppi vuelve a los escenarios. In: corrientes.gov.ar. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. September 2010 (spanisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.corrientes.gov.ar (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  7. Cronos. In: horrorphile.net. Archiviert vom Original am 5. September 2010; abgerufen am 6. Dezember 2021 (englisch): „Federico Luppi is superb as the mustachioed, bespectacled Jesus [...]“
  8. Ian Smith: The Devil's Backbone (2001). Abgerufen am 13. September 2010 (englisch): „Federico Luppi breaks your heart as the kindly professor, in a role very different from that he played in the same director's previous movie.“
  9. "El último tren", Interview mit dem Regisseur Diego Arsuaga. In: ila-web.de. Archiviert vom Original am 18. März 2007; abgerufen am 6. Dezember 2021.
  10. Federico Luppi. Abgerufen am 13. September 2010 (englisch).