Parc de la Villette – Sicht auf drei der von Tschumi entworfenen Punkte

Der Parc de la Villette ist der größte Park und die zweitgrößte Grünfläche von Paris. Er liegt im 19. Arrondissement und wird vom Canal de l’Ourcq durchquert.

Die von Architekt Bernard Tschumi entworfene, 35 ha große Anlage wurde 1983 eröffnet.

Geschichte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1974 standen auf dem Gelände große Schlachthöfe (abattoirs de la Villette) aus dem 19. Jahrhundert, die zwar 1963–1969 mit großem Aufwand modernisiert, dann aber als Fehlplanung geschlossen wurden.

Konzeption

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Tschumis Elemente

Bernhard Tschumi orientierte sich an der futuristischen Gestaltung des 1984 auf dem Gelände eröffneten Zénith. Die Elemente des Parks sind frühe Beispiele für dekonstruktivistische Architektur.

Seine Konzeption basiert auf drei Raumebenen:

Gebäude im Park

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er und 90er Jahren wurden sukzessive mehrere Großprojekte realisiert.

Weitere Attraktionen des Parks sind das Konzert-Zirkuszelt Le Cabaret Sauvage sowie das Unterseeboot Argonaute, beide nördlich des Kanals gelegen.

Einige ältere Gebäude der ehemaligen Schlachthöfe blieben erhalten. Dazu gehören:

Die alte Viehbörse (pavillon de la bourse) wird als Theater genutzt. In den ehemaligen Gebäuden der Post und des Polizeipostens am südwestlichen Parkrand sind heute die Verwaltungsbüros (Cité administrative) untergekommen. Nicht erhalten blieb hingegen das Hippodrome de Paris, das auf der Fläche zwischen dem heutigen Zénith und der Cité de la musique seinen Platz hatte.

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Parc de la Villette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Parc de la Vilette: Archtecture (Memento vom 21. Januar 2012 im Internet Archive).

Koordinaten: 48° 53′ 35″ N, 2° 23′ 26″ O